Wirkungsweise der festsitzenden Zahnspange?

Vermutlich jeder Jugendliche und nahezu jedes Kind weiß zumindest so viel, dass es möglich ist, mithilfe einer festsitzenden Zahnspange schiefe Zähne zu begradigen. Während die Vorfreude auf diese Erfahrung bei den jüngeren Patienten noch weitestgehend vorhanden ist, erfährt sie bei Jugendlichen schon deutlich weniger Begeisterung.

Doch wie funktioniert das eigentlich genau mit der festsitzenden Zahnspange? Wie entsteht mithilfe eines Drahtes und ein bisschen Metall/Keramik aus engstehenden, gedrehten oder sogar gekippten Zähnen ein harmonischer Zahnbogen?

Die Wirkungsweise, die sich hinter dieser Therapie verbirgt, ist deutlich unkomplizierter, als man vermuten könnte. Die festsitzende Zahnspange besteht im Wesentlichen aus 3 Komponenten:

  1. Brackets: Plättchen wahlweise aus Metall oder aus zahnfarbender Keramik, von denen je eines pro Zahn geklebt wird. Das Bracket besteht in der Regel aus 4 Flügeln und einem Schlitz, in welchen der Draht eingesetzt wird. In dem Schlitz ist die Information enthalten, wie der Zahn später einmal stehen soll.
  2. Bänder: Metallringe, die auf die ersten großen Backenzähne gesetzt werden. Diese dienen der besonderen Stabilität sowie als Vorrichtung zum Einbringen zusätzlicher kieferorthopädischer Apparaturen. Hinter den Bändern wird der Draht umgebogen, sodass er nicht in die Wange oder das Zahnfleisch sticht.
  3. Draht: wird regelmäßig ausgetauscht. Er dient mit seiner vorgebogenen Form als Orientierungslinie für die spätere ideale Zahnstellung.

Zum Einsetzen der festsitzenden Zahnspange werden in der Regel zwei Termine benötigt. Bei einem ersten, kürzeren Termin werden kleine Gummiringe (Separiergummis) in die Zwischenräume der ersten Backenzähne gelegt, sodass sie geringfügig auseinander bewegt werden.

Der zweite, etwas längere Termin, folgt normalerweise ein bis zwei Tage später. Er beginnt mit der Entfernung der Separiergummis und der Politur der Zähne. Dann werden die zuvor angepassten Bänder in die durch die Separiergummis entstandenen Zwischenräume mit einem speziellen Zahnzement fest eingesetzt. Nun wird der Mund mithilfe eines Lippen- und Wangenhalters trockengelegt und eine spezielle Versiegelung auf die Zahnaußenflächen aufgetragen. Diese sorgt für einen besonderen Schutz während der Tragedauer der festen Zahnspange. Im Anschluss werden die Brackets auf die Zähne geklebt und das Ganze über einen Draht miteinander verbunden. Zuletzt erhält der Patient noch ausführliche Informationen über den Umgang mit der festen Zahnspange und wie man diese optimal reinigen und sauber halten kann.

Als erster Draht wird ein sehr weicher, elastischer Bogen eingesetzt. Dieser wirkt mit einer ständigen und geringen Kraft auf die Zähne, die dadurch etwas angelockert und somit beweglich werden. Während dieser sogenannten Nivellierungsphase werden die Bracketschlitze bzw. die Zähne auf eine Ebene geführt. Es folgt die Führungsebene, in der die Zähne am Draht entlang bewegt werden. Lücken werden geschlossen oder auch geöffnet. In der abschließenden Justierungsphase werden die Zähne aus Ober- und Unterkiefer optimal zueinander eingestellt, sodass ein optimal abgestützter und vollfunktionsfähiger Biss entsteht.

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