CMD – Craniomandibuläre Dysfunktion

Schmerzen im Bereich der Kiefergelenke, des Ohres und der Muskeln im Kopf/Hals Nackenbereich

Der Begriff „Craniomandibuläre Dysfunktion“ (CMD) umfasst eine Sammlung klinischer Symptome der Kaumuskulatur und/oder des Kiefergelenks sowie der dazugehörigen Muskeln und Knochen im Mund- und Kopfbereich.

Häufig weisen Schmerzen im Bereich der Kaumuskulatur oder der Kiefergelenke sowie Funktionsstörungen (Einschränkung der Unterkieferbewegung bzw. der Mundöffnung, Knacken und /oder Reiben im Bereich der Kiefergelenke) auf eine Fehlfunktion hin.

Kopf-, Nacken-, Schulter-, und/oder Rückenschmerzen, Ohrenschmerzen, Tinnitus, Schwindelgefühl, Zahnschmerzen, Gesichtsschmerzen, starke Abnutzung der Zahnhartsubstanz durch Zähneknirschen oder Pressen sind typische Symptome.

Auslösende Faktoren, welche zur Störung des Kauorgans führen, können verschiedenste Ursachen haben, wie zum Beispiel Stress, Zahnfehlstellungen, eine Störung des Zusammenbisses durch neue Füllungen und Zahnersatz, Schlafstörungen, Körperfehlhaltungen, traumatische Einflüsse (Unfälle) und nächtliches Knirschen auf den Zähnen.

Ob Sie an einer CMD leiden, lässt sich anhand der in der Praxis durchgeführten Funktionsanalyse feststellen. In unserer Praxis wenden wir die manuelle Funktionsanalyse nach Professor Bumann an. Ergänzend können die instrumentelle Funktionsanalyse sowie bildgebende Verfahren (Panoramaschichtaufnahme, MRT, CT, DVT) zum Einsatz kommen. Anhand der Ergebnisse kann der Zustand des Kauorgans beurteilt und eine geeignete Therapie festgelegt werden.

Zur gezielten Behandlung der CMD kommen häufig sogenannte Okklusionsschienen zum Einsatz. Man unterscheidet Okklusionsschienen mit adjustierter Kaufläche (Einstellung der Unterkieferlage) von Schienen ohne adjustierte, glatte Kaufläche (Relaxationsschiene).  Die Schienen werden aufwendig und individuell im Labor hergestellt. Die Okklusionsschiene bzw. Kiefergelenksschiene scheint auf den ersten Blick sehr dick bzw. hoch und unterscheidet sich deutlich von der herkömmlichen Knirscherschiene. Je nach Beschwerdebild muss die Schiene anfänglich für meist 2-4 Wochen 20 Stunden täglich getragen werden. Im Laufe der Zeit wird die Tragezeit sukzessive auf nachts reduziert. Da sich die Lage des Unterkiefers im Laufe der Therapie verändern kann, ist eine regelmäßige Kontrolle und ggf. Anpassung der Schiene erforderlich. In bestimmten Fällen erfolgt neben der Schienentherapie eine physiotherapeutische Begleittherapie.

Nach erfolgreicher Schienentherapie werden Patienten mit geringer Rückfallwahrscheinlichkeit grobmaschig kontrolliert. Patienten, bei denen die Ursache der CMD in einer Zahn- oder Kieferfehlstellung liegt, tragen ihre Schiene meistens dauerhaft. Eine anschließende kieferorthopädische Behandlung bietet oft eine gute Alternative. In manchen Fällen ist  auch eine konservierende oder prothetische Versorgung zur Bisskorrektur erforderlich.

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